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Verein Selenogradsk feierte fünfjähriges Bestehen

Mit einer Matinee in der Drostei feierte der Verein Selenogradsk sein fünfjähriges Bestehen. Als Geschenk hatte Kreispräsident Dietrich Anders einen Krankenwagen mitgebracht. Das Fahrzeug soll im August nach Russland gebracht werden.

Der Kreispräsident Dietrich Anders bekam einen, der ehemalige Umweltminister Rainder Steenblock auch und überhaupt jeder Besucher durfte einmal in das Körbchen mit den kleinen goldenen Steinchen greifen.

Bernsteine - das Gold der Ostsee - hatten die Gäste aus dem Pinneberger Partnerkreis Selenogradsk im ehemaligen Ostpreußen als Geschenk für die rund 100 Gäste der Geburtstagsfeier des Vereins Selenogradsk mitgebracht. Gegen eine kleine Spende reichten die in Trachten gekleideten Mitglieder der Gesangsgruppe "Pljassizi" die Körbe mit den - für die Region typischen - Steinen noch einmal herum.

Kreispräsident Dietrich Anders hatte vermutlich das größte Geburtstagsgeschenk mitgebracht. Er überreichte der Vorsitzenden des Vereins "Selenogradsk", Gabriele Kascha und der Vorsitzenden des russischen Vereins "Pinneberg", Tamara Sidorowa das Bild von einem Rettungswagen. Das in Elmshorn ausgemusterte Fahrzeug soll in Selenogradsk schnelle Hilfe gewährleisten.

Im August wird der Wagen in den Oblast Kaliningrad überführt - wenn der russische Zoll mitspielt. "Ich hoffe, dass die Schranken für diese humanitäre Hilfe fallen können", appellierte Dietrich Anders an die Attache des russischen Generalkonsulats aus Hamburg, Irina Strebykina. Die Diplomatin betonte in einem Grußwort die Bedeutung der Partnerschaft zwischen dem Kreis Pinneberg und dem Rayon Selenogradsk für die Beziehung zwischen den beiden Völkern.

Gabriele Kascha sieht in der Partnerschaft die Möglichkeit Vorurteile abzubauen und gar nicht erst entstehen zu lassen. Darüber hinaus gebe es einen Erfahrungsaustausch. Dabei machte sie deutlich, dass die Russen nicht Bittsteller seien. "Wir haben eine Partnerschaft und keine Patenschaft". Wir können viel von den Russen lernen, damit meinte sie wohl auch die deutschen Konsulatbehörden in Moskau, die den russischen Besuchern Hürden aufbauten, während die Deutschen ihre Visa immer sehr schnell bekämen.

Die fünfjährige Vereinsarbeit sei viel Arbeit gewesen, hätte ihr und ihrer Familie aber auch viel Freude bereitet, sagte Gabriele Kascha und bedankte sich für Hilfe von Politik, Verwaltung sowie vielen Bürgern.

Den festlichen Rahmen für die Reden gestalteten Musiker aus dem Rayon. Denn: "Musik ist die Sprache, die alle Menschen verstehen", sagte Tamara Sidorova.