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Sparkasse Südholstein

Stiftung

19.08.2009

 

 

Wie intensiv die Freundschaft zwischen Deutschen und Russen ist, dokumentiert auch der gemeinsame Einsatz.

16 Deutsche und zehn Russen im Alter von 15 bis 25 Jahren hatten sich das Ziel gesetzt, den Spielplatz einer Schule im alten Gutshaus Bledau neu zu gestalten, in dem gehörlose und stumme Kinder unterrichtet werden. Mit eingebunden waren erstmals geistig behinderte Kinder aus Russland.

Die Federführung des Projektes lag bei Lars Kascha vom Verein Selenogradsk und Jonas Waschkau vom Kreisjugendring Pinneberg, sie sind schon mehrfach in Selenogradsk gewesen. "Das ist unser sechster Spielplatz, den wir umgestalten", erzählt Lars Kascha. Es gehe bei dieser gemeinsamen Arbeit in erster Linie um Völkerverständigung. Sprachbarrieren sind natürlich da, doch am Ende des rund zweiwöchigen Projektes ist die Kommunikation erfahrungsgemäß um Einiges besser geworden - nicht zuletzt dank Lars Kascha, der fließend Russisch spricht. Für die Ideen und die Beratung beim Umbau sorgt Sergej Shilov, Künstler aus Selenogradsk.

Auf den Spielplätzen werden alte Geräte wie metallene Bögen oder Leitern in neue hölzerne Spielobjekte integriert. Das Material, unter anderem ungeschälte Holzstämme, wird von Spenden und Zuschüssen gekauft, an denen sich der Kreis Pinneberg, das Land, und maßgeblich die Sparkasse Südholstein beteiligt haben, ebenso wie die Teilnehmer des Projekts. Hochwillkommen war dieses Mal eine Spende der Amateurbühne "Rantzauer Tüddl Büddls", maßgeblich initiiert von Mitglied Paul Glismann. Er hatte mit der Jugendgruppe der DLRG im vorigen Jahr ein Rockfestival in Barmstedt organisiert, bei dem unterm Strich 920 Euro übrig blieben - unter anderem aus dem Verkauf von Waffeln und Würstchen - und schlug seinem Vorstand die Spende an den Verein Selenogradsk vor. Der hatte keine bessere Idee, und so ging das Geld ins sechste Spielplatzprojekt des Vereins. Glismann konnte sich überzeugen, dass das Geld sinnvoll eingesetzt wird: Er war bei der parallel stattfindenden Reise der älteren Selenogradsk-Fahrer dabei, und zwar zum wiederholten Mal an verantwortlicher Position - als Busfahrer.

Hamburger Abendblatt