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Sparkasse Südholstein

Stiftung

15.12.2009

 

 

Vorfreude auf das Weihnachtsfest erlebten am Montag sechs deutsche und 21 russische Kinder im Autohof Reimers in Rellingen.

 

Dort steht jetzt ein Tannenbaum, den die behinderten Kinder von der Heidewegschule in Appen sowie die Schüler aus dem Rayon Selenogradsk gemeinsam mit eigenen Basteleien geschmückt haben. "Dies ist der schönste Baum, den wir je hatten", freute sich Autohaus-Inhaber Gerd Reimers über die Arbeit der Kinder. Zum Dank gab es für alle eine kleine Bescherung. Jedes Kind erhielt ein Geschenk, das der als Weihnachtsmann verkleidete Kreispräsident Burkhard E. Tiemann überreichte.

Die russischen Kinder sind auf Einladung des Vereins Selenogradsk im Kreis Pinneberg, der ja seit 1991 eine Partnerschaft mit dem ehemals in Ostpreußen gelegenen Landkreis und der früheren Stadt Cranz an der Ostsee bei Kaliningrad (ehemals Königsberg) unterhält. "Rund 2000 russische Kinder haben wir seit 1995 hierher eingeladen", berichtet Gerhard Kascha. Die Kinder sind für eine Woche in der Jugendbildungsstätte in Barmstedt untergebracht. Dolmetscherin Natalia Yakovenko ist bereits zum 13. Mal in Deutschland. "Ich tauche gerne in die Atmosphäre der deutschen Kultur ein", sagt sie. Die 21-Jährige studiert in Kaliningrad Weltliteratur und schreibt gerade an ihrer Diplomarbeit über Hermann Hesse. "Die Deutschen sind praktisch veranlagt und planen alles im voraus", sagt sie über die kulturellen Unterschiede. "Während die Russen chaotischer und spontaner sind." Geschenke liegen in Russland übrigens erst zu Silvester unter dem Tannenbaum, erzählte Mascha Kolkina (16), die als Gastschülerin das Bismarck-Gymnasium in Elmshorn besucht.

Hamburger Abendblatt