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Sparkasse Südholstein

Stiftung

15.06.2010

 

 

Partnerschaft Russische Tierärzte und Tierschützer bildeten sich bei uns fort.


In unserem russischen Partnerkreis Selenogradsk (Cranz) gibt es große Probleme mit streunenden Hunden und Katzen, die unter anderem Krankheiten wie Tollwut verbreiten.
Tierheime, wie wir sie kenen, gibt es dort nicht. Auch werden Haustiere dort seltener kastriert und unerwünschter Nachwuchs bleibt auf der Straße. Um diesem Problem Herr zu werden, haben sich eine Gruppe Tierschützer und Tierärzte zusammengetan, um zum einen das Schicksal der Tiere zu verbessern und auch, um die Einwohner und Gäste des Badeortes vor schweren Krankheiten zu bewahren.
Auf Einladung des Partnerschaftsvereins Selenogradsk konnte eine achtköpfige Gruppe interessierter Tierärzte und Tierschützer Tierheime in Kiel, Hamburg und Elmshorn besuchen. Außerdem standen Besichtigungen von Tierkliniken in Quickborn und Norderstedt auf dem Programm. Hier durften die russichen Ärzte sogar mitoperieren und konnten unter Beweis stellen, dass sie ihren deutschen Kollegen handwerklich in nichts nachstehen. Die russischen Ärzte zeigten sich allerdings begeistert von den technischen Möglichkeiten, die deutschen Veterinären zur Verfügung stehen.
Tatkräftig unterstützt bei der Organisation des Projekts wurde der Verein Selenogradsk von der Holmer Tierärztin Annette von Malottki, die früher bei anderen Projekten schon Kinder aus Russland aufgenommen hatte und die Arbeit des Vereins daher kannte.
Ziel des Projekts war es, Hilfestellung beim Aufbau eines Tierheimes im Rayon Selenogradsk zu leisten und Kontakte zu Experten in Deutschland zu vermitteln.
Jetzt geht es darum, aus den Erfahrungen ein sinnvolles Konzept für die dortige Region zu entwickeln. Die russischen Gäste haben sich auch einiges vorgenommen. Anfangen möchten sie mit der Veröffentlichung ihrer Erfahrungen in der örtlichen Presse, um die Bevölkerung über die Pläne, ein Tierheim zu eröffnen, zu informieren.
Danach sollen Umfragen und Unterschriftensammlungen folgen, um die Vertreter der kommunalen Verwaltung und Politik von der Notwendigkeit der Eröffnung eines Tierheims zu überzeugen.

Uetersener Nachrichten
Von Lars Kascha