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03.09.2016

 

 

Selenogradsk-Vorsitzende Gabriele Kascha will sich nicht von absurden Vorwürfen unterkriegen lassen

„Wir arbeiten ganz normal weiter“, sagt Gabriele Kascha, Vorsitzende des Vereins Selenogradsk. Dieser ist der Motor der Partnerschaft zwischen dem Kreis Pinneberg und dem Rayon Selenogradsk. Kascha und ihre Mitstreiter bekamen aber zu spüren, dass das deutsch-russische Verhältnis momentan ziemlich kompliziert ist. In Russland wurde jüngst massiv gegen die Kooperation mit dem Kreis Pinneberg und den Verein Selenogradsk gehetzt (unsere Zeitung berichtete).
Für Kascha jedoch kein Grund, die Partnerschaft grundsätzlich in Frage zu stellen. „Die Bürger wünschen sich auf beiden Seiten, dass diese fortgesetzt wird“, so die Vorsitzende. Dabei gehe es nicht um sie oder den Vorstand, sondern um Menschen in Deutschland und Russland, die enge Beziehungen aufgebaut hätten. Eine Belastung ist laut Kascha auch die Schließung des Partnerschaftsvereins Selenogradsk-Pinneberg. Dessen ehemalige Vereinsvorsitzende Lena Aleksandrova setze ihr Engagement jedoch unverändert fort. „Wir stehen in ständigem Dialog mit den Russen und lassen uns nicht unterkriegen“, betont Kascha.
Die Ereignisse machen die Vorsitzende jedoch betroffen. Sie beschäftigt die Frage nach den Hintergründen. „Ich weiß nicht, ob es die große Politik ist. Ich weiß nur, dass eine Person großes Interesse hat, die Partnerschaft zu diskreditieren“, sagt die Elmshornerin. Alle erhobenen Vorwürfe seien an den Haaren herbeigezogen. „Angeblich sollen ja sogar mein Mann und mein Sohn für den Geheimdienst aktiv sein. Unser Sohn soll außerdem während eines Ukraine-Urlaubs den Maidan mit ausgelöst haben“, berichtet Kascha kopfschüttelnd. Aleksandrova sei zudem praktisch zur Staatsfeindin erklärt worden. Kascha stellt sich die Frage, wie es sein könne, dass der Verfasser dieses Schwachsinns seine Tiraden gleich zwei Mal im staatlichen Fernsehen verbreiten durfte. Dadurch entstehe der Eindruck, dass hinter ihm andere stehen, die mit aller Macht versuchen, die Partnerschaft zu spalten. Die negativen Berichte sind nach ihrer Auffassung gezielt gestreut worden. lzi

Pinneberger Tageblatt