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Schüleraustausch


Unser Schüleraustauschprogramm boten wir seit mehr als 16 Jahren an. Im Jahr 2016 wurde dieser dann auf Grund der Auflösung des russischen Vereins eingestellt. Junge Menschen aus dem Kreis Pinneberg und dem Rayon (Kreis) Selenogradsk konnten für mehrere Monate bis zu 1 Jahr in dem jeweiligen Partnerkreis verweilen. Deutsche junge Menschen hatten die Möglichkeit, ein Praktikum im Rayon zu machen oder eben die dortige Mittelschule (ähnlich einer Gesamtschule) zu besuchen.

Für russische Jugendliche war es damals eine der wenigen Möglichkeiten, sich länger als ein Besuchervisum von 3 Monaten, in Deutschland aufzuhalten. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, 86 junge Menschen nutzten es. Die 71 Mädels waren zu Beginn ihres Aufenthaltes 16 Jahre alt. Die 14 Jungen zwischen 14 und 16 Jahre alt. Alle Jugendlichen wohnten in Gastfamilien und nahmen am regulären Unterricht eines Gymnasiums oder einer Gesamtschule teil. Viele verfügten über recht gute deutsche Sprachkenntnisse, die sich im Laufe ihres Aufenthaltes soweit verbesserten, dass ihnen ihre russische Herkunft kaum noch anzumerken war. Es wurden aber auch Jugendliche aufgenommen, die lediglich Englisch als Fremdsprache hatten und deren Deutschkenntnisse sehr gering waren.
Alle machten sehr gute sprachliche Fortschritte. Sie erwiesen sich als äußerst wissbegierig, interessiert und lernten durch das leben in einer Gastfamilie den Alltag kennen. Alle jungen Leute absolvierten zwei Schulpraktika und schnupperten auf diese Weise in die Arbeitswelt hinein. Höhepunkte waren spannende Klassenreisen und / oder der Besuch weiterer kultureller Einrichtungen bzw. Veranstaltungen. Selbst informative politische Fortbildungen durch Besuche des Bundestages ehemals Bonn und dann Berlin wurde durch sehr engagierten Politiker des Kreises und gleichzeitig Mitglieder des deutschen Bundestages möglich gemacht. Alle jungen Menschen wurden in die Arbeit des Vereins mit einbezogen (Übersetzungen / Telefonate / Teilnahme an Veranstaltungen). Der Besuch der Sprachkurse der VHS und das Ablegen der Prüfung (nach den Rahmenbedingungen des Goetheinstituts) von Zertifikat B2 wurden überwiegend mit Bravour bestanden


Resümee: Keine Seite möchte die gemachten Erfahrungen missen. Viele Kontakte zwischen Gastkindern und Familien bestehen immer noch. Die Gruppe der jungen Menschen, die dieses nicht einfache Jahr hinter sich gebracht haben, haben ihren Horizont erheblich erweitern können. Sie haben die Nachhaltigkeit eines solchen Jahres, fern von Zuhause, für ihre berufliche und private Zukunft genutzt, ob nun in Russland oder anderswo in der Welt. Immer berichteten sie uns, dass das Gastschuljahr ein wichtiges Etappenziel für sie war
.
Wir danken den jungen Menschen für ihren Mut und ihren Familien für das erbrachte Vertrauen.
Leider nutzten nur ein deutsches Mädchen und ein deutscher Junge dasselbe Angebot auf russischer Seite. Diese zeigten sich ebenso begeistert von ihren Eindrücken und Erfahrungen.