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Sparkasse Südholstein

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„Literaten für Frieden und Versöhnung“

 

Diesen Titel trägt das internationale Projekt, das von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ für das Jahr 2007 ausgeschrieben und mit 19.470 €  großzügig finanziert wurde. Der Fond unterstützt Jugendbegegnungen zwischen osteuropäischen Ländern und Deutschland.


Seit Anfang 2007 arbeitete die zehnte Klasse der Bismarckschule in Elmshorn in Zusammenarbeit mit einer Gruppe Jugendlicher aus Selenogradsk/Russland an diesem Projekt. Die Schüler beider Länder beschäftigten sich mit deutschen und russischen Schriftstellern und anderen bedeutsamen Persönlichkeiten, die sich in der Zeit des Nationalsozialismus, aber auch in der Nachkriegszeit für Frieden und Versöhnung eingesetzt haben. Dabei befassten sich die deutschen Schülerinnen und Schüler mit der Lebensgeschichte und dem schriftstellerischen Werk von Johannes Bobrowski, Siegfried Lenz, Thomas Mann, Arno Surminski und der Gräfin Marion Dönhoff.


In den Fächern Erdkunde und Geschichte wurde die Projektarbeit durch die Auseinandersetzung mit dem geschichtlichen Ablauf und den geographischen Gegebenheiten des Kaliningrader Gebiets ergänzt und vertieft.
Auf russischer Seite ging es um die Lebensläufe und Künstlerbiographien von Ernst Wiechert, Rudolf Jacquemien, Jurij Iwanow, Wjatscheslaw Karpenko sowie ebenfalls Thomas Mann und der Gräfin Marion Dönhoff.
Marion Gräfin Dönhoffs Vision von Völkerverständigung wie sie im folgenden Zitat deutlich wird: „Immer hatte ich mir gewünscht, einen Tag zu erleben, an dem wir auf der einen Seite des trennenden Flusses zu einem Gedankenaustausch zusammenkommen, dann gemeinsam über die Brücke gehen und auf der anderen Seite weitermachen“ kann auch als Motto für das durchgeführte Projekt betrachtet werden, denn im April 2008, nachdem schon über ein Jahr am Projekt gearbeitet wurde, reiste die deutsche Klasse der Bismarckschule in Begleitung der Deutsch- und Klassenlehrerin sowie dem Geschichts- und dem Erdkundelehrer für zehn Tage
nach Selenogradsk, um gemeinsam mit der russischen Gruppe die Projektarbeit fortzuführen.


Ein wichtiger Grund der Reise war außerdem die geplante Mitgestaltung einer Podiumsdiskussion, zu der namhafte Persönlichkeiten geladen waren.
Bei dieser Veranstaltung ging es um die Frage, ob in Selenogradsk ein internationales Haus der Literatur eingerichtet werden kann. Eine weitere Begegnung mit den Schülern aus Selenogradsk erfolgte Ende Juni/Anfang Juli 2008 in Deutschland.


Ziel dieses Besuchs war es, das Projekt am 2. Juli 2008 einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren und anschließend gemeinsam mit der Gestaltung einer  zweisprachigen Broschüre sowie einer Homepage abzuschließen.